Einige Ausschnitte aus meinem Buch „Zurück zur Quelle“ habe ich auf dieser Website veröffentlicht. Es kann im Shop bestellt werden. Zudem habe ich ein Seminar entwickelt, in welchem das Buch kapitelweise durchgenommen wird. Es eignet sich für Hauskreise, Jüngerschaftsgruppen oder als Predigtreihe in einer Kirchgemeinde.

Hier eine Zusammenfassung des Buches:

Gott hat den Menschen als sein Gegenüber geschaffen, dem er seine Liebe zeigen will. Wir haben die Möglichkeit, die Liebe Gottes zu erwidern, indem wir unsere Autonomie aufgeben und dankbar annehmen, was Gott uns schenkt. Geliebt fühlen wir uns, wenn wir erleben, wie Gott unsere Ur-Bedürfnisse stillt. Was wir von Gott – der Quelle – brauchen, kann den ersten Kapiteln der Bibel entnommen und in folgenden Kategorien zusammengefasst werden:

  • Identität: Unsere Identität besteht aus unserer Ähnlichkeit mit Gott, unserer Zugehörigkeit zum Leib Christi und der Individualität unserer Gaben und Berufung. Wir brauchen Bestätigung dafür, wer wir sind und zu wem wir gehören. Gott bestätigt unseren Wert und unsere Würde, indem er uns seine Liebe zeigt. Er nimmt uns als seine geliebten Kinder an.
  • Bedeutung: Wir brauchen Sinn im Leben. Wozu bin ich da? Was ist meine Aufgabe? Indem wir freudig Gott dienen, erfahren wir die Bestätigung unserer Bedeutung.
  • Vollmacht: Damit wir im Auftrag Gottes tun können, was wir tun sollen, bevollmächtigt er uns, im Namen von Jesus zu handeln.
  • Versorgung: Gott versorgt uns mit allem, was wir zum Leben brauchen. Weil er uns beschenkt, können wir großzügig weitergeben.
  • Erkenntnis: Wir brauchen Orientierung, was wahr, gut und richtig ist. Im ehrfürchtigen Gespräch mit Gott offenbart er uns seine Geheimnisse.
  • Schutz: In Gottes Nähe sind wir geborgen. Er achtet auf uns und lässt uns nicht im Stich. Indem wir seine Macht und Herrlichkeit preisen, erfahren wir seinen Schutz.
  • Gerechtigkeit: Schuld trennt uns von Gott. Wenn wir sie ihm ehrlich bekennen, vergibt er uns und leitet uns zu einem Leben, das ihn ehrt.

Wir alle erleben Mangel und haben in gewissen Situationen unseres Lebens das Gefühl, dass Gott unsere Ur-Bedürfnisse nicht stillt. Dann müssen wir uns entscheiden, ob wir dennoch Gott vertrauen, oder unsere eigenen Wege wählen, um den Mangel ohne Gott zu stillen – was ich als Selbst-Strategie bezeichne. Beim Versuch, autonom von Gott Erfüllung zu finden, wird unsere Seele verletzt. Um den Schmerzen dieser seelischen Verletzungen zu entfliehen, verhärten wir unser Herz und verstärken unsere Selbst-Strategien. Dadurch entfernen wir uns immer mehr von Gott und erfahren immer weniger seine Liebe.

Um diesem Teufelskreis zu entrinnen, müssen wir die Entscheidung in unserem Herzen treffen, zurück zur Quelle zu gehen. Dank Gottes Gnade, die Jesus am Kreuz durch seinen stellvertretenden Opfertod für uns freigesetzt hat, können wir zu Gott umkehren. Er vergibt uns unsere Schuld. Durch die Schlüssel zur Überwindung von Selbst-Strategien wird unser Denken erneuert. Wenn wir anders über Gott, uns selbst und unseren Nächsten denken, wirkt sich das heilsam auf unsere Gefühle aus und lenkt unser Handeln in eine positive Richtung.

Mangel muss nicht zwangsläufig zu Selbst-Strategien führen. Wir können uns mit der Strategie von Glaube, Hoffnung und Liebe direkt an Gott wenden, ohne den Umweg der Sünde zu gehen. Durch Glauben wenden wir uns vertrauensvoll an Gott mit der Bitte, unsere Ur-Bedürfnisse zu stillen. Durch Hoffnung empfangen wir die Kraft, am Vertrauen auf Gott festzuhalten, wenn unsere Ur-Bedürfnisse noch nicht gestillt sind. In der Liebesbeziehung mit Gott werden wir in unserer Identität als Kinder Gottes bestätigt. Gott fühlt sich von uns geliebt, wenn wir ihm vertrauen und ihm gehorchen. Als Bevollmächtigte und Gerechtfertigte können wir im Auftrag Gottes handeln und werden von ihm bestätigt, versorgt und beschützt.